21.09.2018
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plant for the planet PDF Drucken

Roter Gravensteiner und der Triumph von Vienne

Am 25. Oktober haben rund zweihundert Kinder aus den JüL-Gruppen 1, 2, 3, 4, 5, 7, 8 und 9 sowie den Klassen 5b, 5c und 6b Obstbäume im Tegeler Forst gepflanzt. In zwei Gruppen hatten sie sich am Morgen von der Schule aus auf den Weg zu einer Wiese unweit des Forsthauses am Schwarzen Weg gemacht. Die lange geplante Pflanzaktion stand unter dem Motto 'plant for the planet'.

Revierförster Mosch hatte mit seinem Team auf der Streuobstwiese am Schwarzen Weg Markierungen angebracht, wo 16 Baumsetzlinge kurz darauf fachgerecht von Schülerinnen und Schülern in die Erde gebracht werden sollten.

plant3Bei den jungen Bäumen handelte es sich um alte Obstsorten: Pflaumen, Birnen und Äpfel, die klangvolle Namen wie Goldparmäne oder Gräfin von Paris tragen oder auch ganz einfach Bühler Frühzwetsche heißen. Auch die Apfelsorte 'Roter Gravensteiner' und die Birne 'Triumph von Vienne' waren dabei. Lieferant für die Baumsetzlinge waren die Baumschulen Ewald Fischer in Rudow.

Förster Mosch erklärte den Kindern zunächst, was es mit einer sogenannten Streuobstwiese an sich und mit den alten Obstsorten auf sich hat. Er erläuterte, dass man diese Sorten leider nicht im Supermarkt zu kaufen bekommt, weil es heutzutage meist europaweit genormte Einheitssorten gibt. Dann gab es Anweisungen, wo und wie die Löcher für die Pflanzstellen auszuheben waren.

plant2Für viele Kinder war es das erste Mal, dass sie einen Spaten in der Hand hatten. Und es war gar nicht so leicht, ein ausreichend großes Loch in den Boden zubekommen. Zunächst mussten Grassoden, Wurzeln und anderes durchdrungen werden, bevor es dann etwas leichter wurde, den Erdboden auszuheben.

Die Baumsetzlinge wurden dann von den Helferinnen und Helfern aus dem Ausbildungsbereich der Försterei in das eben ausgehobene Loch gesetzt. Schwerarbeit, die nicht von den Schülerinnen und Schülern zu bewältigen war, denn die Setzlinge waren größer als sämtliche Kinder und hatten einen entsprechend großen und eben schweren Wurzelballen.

plant1Beim Füllen und Befestigen waren dann wieder alle gefragt. Zum Schluss erhielt jeder gepflanzte Baum noch ein Schild, auf dem nun für jeden Besucher zu lesen ist, welche Klasse diesen Baum gepflanzt hat.

Wenn die Bäume gut anwachsen und prächtig gedeihen, dann können in ein paar Jahren die Familien der Franz-Marc-Kinder mitten im Wald ihr "eigenes" Obst ernten.

Vor Ort und unterwegs waren die Schülerinnen und Schüler von ihren Klassenlehrerinnen mit verschiedensten Aufgaben ausgestattet worden. So wurde ein Interview mit dem Förster durchgeführt (der übrigens entgegen üblichen Annahmen keinen grünen Försterhut aufhatte), Bäume bestimmt, Blätter und Waldfrüchte gesammelt und vieles mehr.

Bei der Rückkehr ins Schulgebäude wurden die Kinder mit heißem Tee und den ersten(?) Lebkuchen in dieser Saison begrüßt.

Finanziert wurde die Aktion aus den Einnahmen des Sponsorenlaufs 2010. Wie üblich war seinerzeit ein Teilbetrag nicht für schuleigene Vorhaben gedacht, sondern für einen übergeordneten guten Zweck reserviert worden.

Als Anregung für die Aktion hatte die Initiative Plant-for-the-Planet gedient. Sie hat ihren Ursprung in einem Schulreferat des damals 9-jährigen Felix Finkbeiner aus Bayern über die Klimakrise. Im Rahmen seiner Recherchen stieß er auf die kenianische Umweltaktivistin und Friedensnobelpreisträgerin Wangari Maathai (verstorben am 25. September dieses Jahres). Diese hatte in 30 Jahren 30 Millionen Bäume gepflanzt. Felix entwarf am Ende des Referats die Vision, Kinder könnten in jedem Land der Erde 1.000.000 Bäume pflanzen.

Mehr zum Ursprung und zu der Entwicklung der Initiative: http://plant-for-the-planet.org/de

 

 
Frische Farbe für Franz PDF Drucken

Unsere Flure hatten in den großen Ferien 2009 neue Farbe bekommen. Möglich war dies geworden durch das sogenannte Konjunkturpaket II, aus dem die Schule kurzfristig die Mittel für Material und Arbeitsleistung erhalten hatte.

Der Geld- (bzw. Farb-)Topf reichte für die Decken und Wände der Flure sowie die flurseitigen Flächen der Türen. Leider konnten im Rahmen des Budgets die Innenseiten der Türen und auch keine Klassenräume gestrichen werden. Machte man die Türen auf, trübte dies leider den maisgelb-frischen Anblick, der sich ansonsten bot.

Wir haben gemeinsam mit der Schulleitung den Entschluss gefasst, das Werk in Eigenregie zu vollenden. Was daraus wurde, können Sie in diesem Artikel des FRANZ lesen.